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Parkplatzsuche gehört nicht zur Arbeitszeit

18.August.2012 - 00:11 Uhr
Ihre Rechtsanwälte und Anwälte in der Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen informieren Sie beim Arbeitsrrecht über die Arbeitgeberkündigung wegen Arbeitszeitmissbrauch bzw. Arbeitszeitbetrug.


Arbeitszeitbetrug


Die Parkplatzsuche gehört nicht zur Arbeitszeit. Wer diese Zeit trotzdem auf seine Arbeitszeit anrechnet, begeht Arbeitszeitbetrug und kann sogar ohne Abmahnung fristlos vom Arbeitgeber gekündigt werden!

Die Richter am Bundesarbeitsgericht entschieden im vorliegenden Fall für den Arbeitgeber, der einem Arbeitnehmer eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen hatte, ohne den Arbeitnehmer vorher abgemahnt zu haben.

Der Arbeitnehmer gab, entgegen seiner Verpflichtung die abgeleistete Arbeitszeit, die vom Arbeitgeber nur schwer zu kontrollieren war, korrekt zu dokumentieren, eine falsche Arbeitszeit an.

Das Bundesarbeitsgericht erklärte die Arbeitgeberkündigung für rechtens, weil der Arbeitnehmer, indem er die Zeit für die Suche nach einem Parkplatz vor Arbeitsbeginn auf die Arbeitszeit wiederholt aufgeschlagen hatte, ein systematisches Fehlverhalten, welches das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber dauerhaft zerrüttet hat. 
Eine Abmahnung vor Ausspruch der Kündigung hätte an dem zerrütteten Vertrauensverhältnis nichts mehr verbessern können.

Der Arbeitgeber kann einen solchen vorsätzlichen Missbrauch ebenso fristlos kündigen, wie das falsche Ausfüllen von Arbeitszeitprotokollen oder das Manipulieren einer Stempeluhr.

Die strafrechtliche Bewertung des Fehlverhaltens spielt für die fristlose Kündigung nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ist das zerstörte Vertrauensverhältnis entscheidend, welches eine Forführung des Arbeitsverhältnisses unmöglich machen lässt.


Beschluss am Bundesarbeitsgericht (BAG) vom 09.06.2011

Aktenzeichen: 2 AZR 381/10



Die Informationen wurden nach bestem Wissen von unseren Rechtsanwälten zusammengestellt und dienen der allgemeinen Information. Diese Informationen können eine individuelle Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen! Sie stellen keine rechtliche Beratung dar. Eine Haftung aufgrund der hier gegebenen allgemeinen Hinweise ist ausgeschlossen. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung der Rechtsanwälte der Kanzlei barfrieder-fehn in der Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen.



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