+49 (0) 911.23 99 31-50

kanzlei@barfrieder-fehn.de

QR-Code



StartseiteAktuelles
Milliardenstrafe gegen Energieriesen

28.Juli.2009 - 14:48 Uhr
Ihr Rechtsanwalt in Nürnberg

Die Europäische Kommission hat gegen die Energiekonzerne E.on und Gaz de France (GDF) eine Kartellstrafe in Milliardenhöhe verhängt. Die Geldbußen gegen E.on und das Tochterunternehmen E.on Ruhrgas einerseits sowie den französischen Versorger GDF andererseits beliefen sich auf je 553 Millionen Euro, teilten die Wettbewerbshüter mit
Die Unternehmen hätten durch die Aufteilung von Märkten gegen das im EU-Recht verankerte Verbot von Kartellen und wettbewerbswidrigem Verhalten verstoßen, hieß es zur Begründung. E.on Ruhrgas will gegen die Kartellstrafe klagen. „Die Kommission konstruiert Marktabsprachen, die zwischen den Unternehmen nie stattgefunden haben“, erklärte E.on- Ruhrgas-Chef Bernhard Reutersberg. Mit dem Urteil hat die Kommission nach eigenen Angaben erstmals eine Kartellstrafe im Energiebereich verhängt. „Durch diese Vereinbarung wurden die Verbraucher in zwei der größten Gasmärkte in der EU um einen stärkeren Preiswettbewerb und eine größere Anbieter auswahlgebracht“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Die Begründung aus Brüssel lautet wie folgt: Die frühere Ruhrgas AG – die heutige E.on-Tochter E.on Ruhrgas – und Gaz de France – heute Teil von GDF Suez – hatten sich nach Kommissionsangaben im Jahr 1975 anlässlich des gemeinsamen Baus der MEGAL-Pipeline darauf geeinigt, kein über diese Pipeline transportiertes Gas im jeweils anderen Land zu verkaufen. Über die MEGAL-Pipeline wird Gas aus Russland nach Deutschland und Frankreich importiert. Beide Firmen hätten auch nach der Liberalisierung der europäischen Gasmärkte von August 2000 an an der Vereinbarung festgehalten und seien erst 2005 endgültig davon abgerückt, hieß es.
Quelle: Bild.de

Ihr Rechtsanwalt in Nürnberg



Inhaltsübersicht